Du verwendest ausschließlich originale Streulichtblenden und hast trotzdem manchmal Lensflares im Bild?

Das kann zwei Gründe haben.

 

1. Du verwendest ein sog. Vollformat-Objektiv an einer Kamera mit kleinem Sensor

Also Du hast ein EF-Objektiv an einer Kamera für EF-S oder ein FX an einer Kamera für DX-Objektive (oder die entsprechenden Bezeichnungen anderer Hersteller).

 

Vollformat vs. Cropformat

 

2. Du verwendest ein Zoom-Objektiv.

Mit diesem kurzen Artikel möchte ich gar nichts großartig erklären sondern nur veranschaulichen, wie unterschiedlich groß die üblichen Filmformate tatsächlich sind. 

"Gängige

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Legende

  Format Maße in mm Faktor
1 Mittelformat 60x70 (6x7) 0,47
2 Mittelformat 45x60 (4,5x6) 0,57
3 Digital MF 36x46 0,74
4 Kleinbild 1) 24x36 1
5 DX 15,6x23,7  1,5
6 APS-C 2) 14,8x22,2  1,62
7 Foveon 13,8x20,7  1,73
8 M4/3 3) 13x17,3  2
9 1" 8,8x13,2  2,7
10 2/3" 6,6x8,8  3,92
11 1/1.8" 5,4x7,2  4,81
12 1/2.5" 4,3x5,8  6
13 1/2.7" 4x5,4  6,43
14 1/3.2" 3,4x4,5  7,67

 

 

1) Kleinbild entspricht dem auf 135 Film dargestellten 24x36. Auf 135 Film können auch andere Formate (57x24 Panroama, 18x24 Halbformat u.a.) dargestellt werden, was aber eher exotisch ist. Bei DSLR spricht man oft vom Vollformat (Full Frame, FF) 

2) APS-C ist ein Filmformat. Die Sensoren von Nikon, Canon, Sigma, Sony, und wie sie alle heißen, deren Größe mit APS-C angegeben wird, sind nur in etwa so groß. Die Unterschiede APS-C Film zum Sensor sind so gering, dass es mir nicht sinnvoll erschien, sie hier in der Grafik abzubilden. Der Formatfaktor (Cropfaktor) für Canon ist meist 1,62 und für Nikon 1.5. 

3) M4/3 oder M43 ein Synonym für Micro Four Thirds.  Es bezieht sich auf die gleiche Sensorgröße wie FT (Four Thirds) und entspricht dem auf 110 Film gebräuchlichen Format. 

Hast Du Dich jemals gefragt, wie es kommt, dass in manchen Fotos die Schärfe nur dort liegt, wohin der Fotograf die Aufmerksamkeit des Betrachters lenken möchte während in anderen Bildern alles scharf erscheint?

 

 

Die Schärfentiefe, oft auch Tiefenschärfe genannt, ist der Bereich in der Tiefe des Bildes, der scharf dargestellt wird. Das Objektiv wird für genau eine Entfernung scharf gestellt. Dadurch sind alle Motive in dieser Entfernung scharf abgebildet, also alle Motive in der Schärfeebene.

Nun wird ein Teil vor und hinter der Schärfeebene ebenfalls scharf genug. Diesen Bereich nennen wir die Schärfentiefe. Sie erstreckt sich - als Faustformel. zu etwa einem Drittel vor der Schärfeebene, also zur Kamera hin und zu zwei Dritteln dahinter, also von der Kamera weg.

Dabei gibt es zwei Faktoren, die die Tiefe der Schärfentiefe beeinflussen.

Ist die Schärfentiefe (oder Tiefenschärfe) tatsächlich anders, an Sensoren mit Kleinbild-Kameras an Sensoren von Crop-Kameras?

(Ich nenne Kleinbild kurz KB. Es wird oft auch Vollformat genannt, und Crop eben Crop, das häufig als APS bezeichnet wird, weil die Sensoren häufig in etwa so groß sind wie das APS-C Filmformat.)

Mit einem sehr einfachen Experiment hab ich das überprüft. Dazu habe ich ein Lineal genommen, es schräg gelegt und schräg von oben fotografieret, damit ich an der Skala des Lineals erkennen kann, wie unscharf der Text in der jeweiligen Entfernung wird. 

Beugung

Die Beugung ist ein physikalisches Phänomen, dass auftritt, wenn Licht entlang einer Kante verläuft. Es wird besonders anschaulich deutlich bei Licht, das durch einen dünnen Spalt scheint oder durch ein kleines Loch.

Wir beobachten diesen Effekt in der Fotografie, wenn wir mit kleiner Blendenöffnung arbeiten. Sie wirkt dann wie dieses Loch im Wikipedia-Artikel.

Damit Du jetzt nicht die ganze Wikipedia lesen mußt, erkläre ich Dir die Beugung bzw. ihre Auswirkung vereinfacht für uns Fotografen.

Beugung in der Fotografie

Das Licht trifft vorn ins Objektiv und wird dann von der Blende entweder durchgelassen weiter durchs Objektiv bis zum Film/Sensor oder eben nicht. Der Teil des Lichts, der nah an der Blendenlamelle vorbei geht, ist von der Beugung betroffen. Dh. dass Teile dieses Lichts abgelenkt werden quer zum Verlauf der Kante der Lamelle, und zwar in beide Richtungen. Je kleiner die Blendenöffnung ist, umso größer ist der Anteil des Lichtes, der davon betroffen ist. Deshalb tritt der Effekt stärker auf bei geschlossener Blende.

Sternchen